Kalzium ist für Hunde sehr wichtig. Allerdings ist eine Kalziumergänzung nicht für alle Hunde geeignet. Zudem sollte die Kalziumgabe bei Hunden wissenschaftlich fundiert erfolgen, da sie sonst der Gesundheit des Hundes schaden kann. Zunächst sollten wir prüfen, ob Ihr Hund überhaupt Kalziumpräparate benötigt.
1. Welche Hunderassen benötigen Kalziumpräparate?
Ältere Hündinnen bringen Welpen zur Welt. Aufgrund nachlassender physiologischer Funktionen und Krankheitseinflüssen können ältere Hündinnen Kalzium schlechter aufnehmen, was zu Kalziumverlust und damit zu einer Schwächung der Knochen führt. Zudem benötigen Hündinnen nach der Geburt zusätzliches Kalzium. Da sie mehrere Welpen geboren haben und gesäugt werden müssen, steigt ihr Kalziumbedarf stark an, und die tägliche Futterration reicht dafür nicht aus. Daher ist eine erhöhte Kalziumzufuhr notwendig. Auch Welpen benötigen nach dem Absetzen zusätzliches Kalzium. Da das Kalzium aus der Futterration nach der Muttermilch möglicherweise nicht mehr optimal vom Körper aufgenommen wird, können Kalziumpräparate sinnvoll sein. Die Dosierung sollte jedoch nicht überschritten werden, und die empfohlene Menge des Präparats ist unbedingt einzuhalten.
2. Die Kalziumzufuhr sollte angemessen sein.
Heutzutage sind die Lebensbedingungen besser, und Hundehalter kümmern sich besonders gut um ihre Tiere. Besitzer, die sich ständig Sorgen um einen möglichen Kalziummangel ihrer Hunde machen, füttern sie immer wieder mit Kalziumpulver, was letztendlich zu einer Kalziumüberdosierung führen kann. Nicht nur Kalziummangel kann Krankheiten verursachen. Auch eine übermäßige Kalziumzufuhr kann dem Körper des Hundes schaden.
1. Übermäßige Kalziumzufuhr
Hundefutter wird nach ernährungswissenschaftlichen Studien von Experten entwickelt und deckt alle Nährstoffe ab, die für das Wachstum des Hundes notwendig sind. Die Zugabe von Kalziumpulver und Mineralfutter zum Hundefutter führt zu einem Kalziumüberschuss und einer ernsthaften Nährstoffbelastung für den Hund. Überschüssiges Kalzium kann vom Körper nicht nur nicht aufgenommen werden, sondern auch zu zahlreichen Krankheiten führen. Kalzium fördert zwar das Knochenwachstum, jedoch nicht gleichzeitig das Muskelwachstum. Wenn die Knochen zu schnell wachsen und die Muskeln nicht mithalten können, kann dies dazu führen, dass der Hüftkopf aus der Hüftgelenkpfanne gezogen wird. Dies verursacht strukturelle Veränderungen im Hüftgelenk und beeinträchtigt die orthopädische Mechanik. Hinzu kommt, dass bei einem Hund mit hohem täglichen Bewegungsumfang die Belastung der Knochen zunimmt. Dadurch wird das Hüftgelenk locker, die Gelenkpfanne verengt sich und der Hüftkopf flacht ab. Um die Gelenke zu stabilisieren, fördert der Körper die Bildung von Knochenspornen, was letztendlich zu degenerativer Arthritis führen kann.
2. Kalziummangel
Viele glauben, dass Milch den Kalziumbedarf von Hunden decken kann. Menschen und Hunde sind jedoch nicht vergleichbar. Ein Baby braucht etwa 10 Jahre, um 60 Kilogramm zu erreichen, ein sehr großer Hund hingegen weniger als ein Jahr. Versucht man also, Kalzium auf diesem Weg zuzuführen, führt dies unweigerlich zu einem Kalziummangel. Dieser wiederum verringert die Knochendichte des Hundes, sodass er sein zunehmendes Gewicht nicht mehr tragen kann und sich beim Sport leichter verletzt. Außerdem kann Milch bei vielen Hunden Verdauungsstörungen und Durchfall verursachen. Daher ist es nicht empfehlenswert, Milch als Kalziumquelle für Hunde zu verwenden.
3. Wie man Hunden Kalzium zuführt
1. Wählen Sie das richtige Hundefutter. Junge Hunde benötigen nährstoffreiches Welpenfutter. Dessen Zusammensetzung ist auf die Aufnahme und Verdauung von Welpen abgestimmt. Die Inhaltsstoffe von Futter für erwachsene Hunde unterscheiden sich von denen für Welpen. Wechseln Sie daher bitte zu Hundefutter für erwachsene Hunde, sobald Ihr Hund über 10 Monate alt ist.
2. Sie können spezielle Kalziumtabletten für Hunde kaufen. Normalerweise liegt eine Anleitung zur Dosierung anhand des Körpergewichts bei. Welpen sollten keine Knochen fressen, um ihren Kalziumbedarf zu decken, und keine Milch trinken. Generell ist eine Kalziumergänzung über die Nahrung sicherer als eine Kalziumgabe in Form von Medikamenten. Normales Futter führt nicht zu einer Kalziumüberdosierung. Sojaprodukte, getrocknete Garnelen, Fisch und andere Lebensmittel eignen sich zur Kalziumergänzung.
3. Mehr Bewegung und mehr Zeit in der Sonne können die Aufnahme und Verwertung von Kalzium fördern und Ihrem Hund zu einem fitten Körper verhelfen.
Veröffentlichungsdatum: 17. März 2024


